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presse

taz, 07.04.09, Natalie Tenbergs Gastro- und Gesellschaftskritik: Das Café Nero in Charlottenburg ist eine Zierde für das Berliner Kantinenwesen

Die Zeit, die man mit Studien an der Universität oder anderswo verbringt, ist meistens nicht eine der großen kulinarischen Entdeckungen. Wenn man in dieser Lebensphase die Wahl hat, ob man sein Geld in die Kneipe oder ins Restaurant tragen soll, entscheidet man sich meist für Ersteres. Ganz falsch liegen die jungen Leute damit nicht, schließlich kann der Mensch nie wieder ungestraft so viel in sich reinschütten wie vor dem 25. Geburtstag.

So gibt der Studierende sein Geld für Kantinenkost aus, und wer die Mensen kennt, der weiß, wie trist diese Mittagessen sein können. Das gilt aber nicht für das Café Nero in der Volkswagenbibliothek in Berlin-Charlottenburg. Sie nämlich – in einen schlauchartigen Raum gezwängt – kann gut und gerne als eine Zierde für das Berliner Kantinenwesen bezeichnet werden.

Selbstverständlich findet man auch hier den üblichen Kartoffelbrei aus der Packung, sonst aber werden die Gerichte frisch und selbst zubereitet. Das kann jeder sehen, der früh genug durch die Glasscheibe in die Küche schaut. Zum Mittagessen bildet sich eine lange Schlange vor dem Tresen auf der rechten Seite des Raums. Auch im Café Nero herrscht das Selbstbedienungswesen. Links stehen kurze Tischreihen vor einer großen Fensterfront, wer mag, kann sich aber auch an die andere Seite an den Tresen klinken.

Eine ungewöhnliche Mischung aus Kunst und Handwerk kommt hier zusammen, und es lässt sich leicht erkennen, wer für was steht. Die mit den asymmetrischen Frisuren kommen aus der nahegelegenen UdK, die rustikaleren Kaliber von der TU.

Den Essgewohnheiten dieser bunten Klientel – alle eint eine vorprüfliche Ausgezehrtheit – kommt das Team des Café Nero mit einem meist raffinierten Nudelgericht entgegen. So gibt es für 4,20 Euro nicht bloß Spaghetti mit Tomatensoße, sondern mit Korianderpesto, Lachs und Frühlingszwiebeln oder mit Ziegenkäse und Kirschtomaten. Daneben gibt es noch ein Hauptgericht mit und ein Hauptgericht ohne Fleisch. Die Eier in Senfsoße und Spinat überraschen. Nicht schwer und dröge, sondern leicht und fluffig. Erst der süße Grießbrei zum Nachtisch lässt den Gast tief in den Plastiksitz sinken. Zwar liegt das Preisniveau im Café Nero über dem der nahen Mensen, aber dafür ist es der Standard der Speisen auch.

Erfreulich, wenn diese Qualität von den Besuchern auch geschätzt wird. Denn nach dem 25. Geburtstag hat nicht nur der katerfreie Alkoholkonsum ein Ende. Man neigt ab dann auch zum Fetteln. Gut also, wenn die Menschen in jungen Jahren lernen, ihr Essen zu schätzen.

CAFÉ NERO, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin, www.cafenero.net, Mo.-Fr. 9-22, Sa. 10-18 Uhr, S- und U-Bahn Zoologischer Garten, Cola 1,40 , Hauptgerichte ab 3,20